Tichy und Pasang am Gipfel des Cho Oyu
TICHY_Adjiba_Jöchler_Tichy_Pasang_Heuberger
TICHY_Bruno Baumann am Gurla La
TICHY_Herbert Mayerhofer in Namche Bazaar
TICHY_Kailash Sued II
TICHY_Klaus Jöchler
TICHY_Wolfgang Nairz

HERBERT TICHY – WELTENWANDERER, BERGSTEIGER, SINNSUCHER

Er war Reiseschriftsteller, Philosoph, Grenzgänger und Pionier des Höhenbergsteigens: Herbert Tichy. 1954 bestieg der Wiener gemeinsam mit Sepp Jöchler und Pasang Dawa Lama als erster Mensch den 8.188 Meter hohen Cho Oyu – ohne zusätzlichen Sauerstoff und mit minimaler Ausrüstung. Die Bergwelten-Dokumentation von Fritz Kalteis erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich selbst stets nur als „Wanderer“ sah.

Zwei Reisen prägten Herbert Tichy besonders: 1936 umrundete der junge Geologiestudent als indischer Pilger verkleidet den Kailash im Westen Tibets. Die Reise begründete seine lebenslange Faszination für Asien. 18 Jahre später machte er sich auf zum Cho Oyu – damals ein unbestiegener Achttausender.

Am 19. Oktober 1954 gelang Tichy gemeinsam mit seinem Sherpafreund Pasang Dawa Lama und dem Tiroler Sepp Jöchler die Erstbesteigung des Cho Oyu. Statt einer großen Expedition setzte Tichy auf ein kleines Team, minimale Ausrüstung und den Verzicht auf zusätzlichen Sauerstoff aus der Flasche. „Tichy war der Pionier dieser Art des Expeditions-Bergsteigens, wie es später die Generation um Messner betrieben hat“, sagt der langjährige Himalaya-Expeditionsleiter Wolfgang Nairz.
Regisseur Fritz Kalteis zeichnet das Porträt eines vielschichtigen Mannes, der sich nach dem „Einswerden mit der Unendlichkeit“ sehnte und sich doch zeitlebens als Getriebener empfand. Markus Freistätter verkörpert Tichy in Spielszenen, während Weggefährten und heutige Abenteurer seine Geschichte einordnen. Wie widersprüchlich Tichy war, zeigt die Erinnerung seines Ziehsohns Hannes Pflaum: „Er ist mit Sicherheit der einzige Bergsteiger, der Alkoholiker und Kettenraucher war, der auf einen Achttausender ohne Sauerstoff hinaufgekommen ist.“

Die Dokumentation gibt erstmals auch Einblick in Tichys umfangreichen Nachlass, der an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften aufgearbeitet wird – darunter mehr als 50.000 Fotografien und zahlreiche journalistische Arbeiten. So entsteht das Porträt eines außergewöhnlichen Österreichers, der als Bergsteiger Geschichte schrieb, sich selbst jedoch nie darauf reduzieren ließ.

Ein Film von Fritz Kalteis
Spieldokumentation, 2x45min/ 90min

Regie: Fritz Kalteis
Buch: Fritz Kalteis, Amelie Sztatecsny
Kamera: Oliver Indra
Ergänzende Aufnahmen: Judith Amon, Stefan Vucsina, Fritz Kalteis
Schnitt: Nicola Stampfer, Robert Zapletal
Sprecher: Paul Matić
Ton: Jakob Klingebiel, Judith Amon
Tonmischung: Christofer Frank, Katharina Pichler
Licht: Florian Hrad, Johannes Arnold
Ausstattung und Kostüm: Markus Kuscher, Sandra Schmidt
Maske: Kordula Lingler, Viola Stockinger
Aufnahmeleitung: Marija Burtscher
Bergführer: Bernhard Freinademetz
Special Effects: Stefan Tanzer
Visual Effects: Reinhold A. Konrad-Fragner
Grafik: Hanna Fleck
Farbbestimmung: Nicola Stampfer
Mastering: Chris Halasz
Postproduktion: Barbara Brunner
Produktionsleitung Wega Film: Julian Berner
Produzenten
Julia Heiduschka, Veit Heiduschka, Christian Bachmann
Produktion ServusTV: Melanie Kaboto, Katharina Baumgärtel
Redaktion: Hans-Peter Stauber, Franz Fuchs
Redaktionelle Leitung ServusTV: Hans-Peter Stauber

Eine Koproduktion von WEGA FILM, SERVUSTV
in Zusammenarbeit mit FEATURE FILM
gefördert von
Fernsehfonds Austria (Logo)
Filmfonds Wien (Logo)

Produktionsjahr 2026
Kinopremiere: 01.Oktober 2026
Erstausstrahlung: 05.Oktober 2026, 20:15 Uhr, Servus TV